Eisregen, Haushalt und die "40 Euro - Sitzung" in Binz
βUnser RΓΌckblick auf die letzte Sitzung der Gemeindevertretung
Am 5. Februar 2026 war es kalt, glatt und nass - trotzdem war die Sitzung der Gemeindevertretung gut besucht. Das Interesse an diesen Sitzungen ist seit dem Amtsantritt von BΓΌrgermeister Mario Kurowski deutlich gestiegen. Offenbar schreckt selbst Eisregen niemanden ab, wenn es um Binz geht.
Auf der Tagesordnung (nachzulesen im BΓΌrgerinformationssystem: hier der Link) standen vor allem der gemeindliche Haushalt, der Haushalt der Kurverwaltung und verschiedene Bauthemen. Der Doppelhaushalt der Kurverwaltung fΓΌr 2026/2027 sowie die Γnderungssatzungen zur Kur- und Fremdenverkehrsabgabe wurden einstimmig beschlossen.
Etwas mehr Zeit nahmen BauantrΓ€ge und Γnderungen und Ausnahmen von BebauungsplΓ€nen ein. Der Ort lebt vom Tourismus, wir mΓΆchten keine weiteren Betten mehr! - und trotzdemΒ mΓΌssen wir uns auch an rechtliche Vorgaben halten. Baurecht ist Baurecht und AbwΓ€gen gehΓΆrt hier einfach dazu. Das kann nicht immer einstimmig sein.Β
FΓΌr Aufmerksamkeit sorgte das Thema Sitzungsgeld. Ein Antrag der Fraktion GfB (Frau Drahota βaus der Mitteβ, Herr Maske βdie Linkeβ und Frau Pfeiffer βAfDβ) sah vor, dass an Tagen mit zwei Sitzungen auch doppeltes Sitzungsgeld gezahlt werden soll. DafΓΌr sollte die Hauptsatzung geΓ€ndert werden. Der Antrag wurde von uns als BfB strikt abgelehnt. GrΓΌnde sind nachweislich formelle MΓ€ngel im Antrag, die derzeit schlechte Haushaltslage und unser klares VerstΓ€ndnis des Ehrenamtes. UnterstΓΌtzung fΓΌr das Ehrenamt kam u.a. auch von den Abgeordneten der SPD. Fakt ist: 40 Euro pro Sitzung der Gemeindevertretung und der AusschΓΌsse sowie ein monatlicher Sockelbetrag von 60 Euro fΓΌr Gemeindevertreter sind bereits als AufwandsentschΓ€digung in der Hauptsatzung vorgesehen. Und wenn ausnahmsweise an einem Tag zwei Sitzungen stattfinden, dann ist das eben Teil des politischen Alltags. Es kommt nur vor, wenn der Finanz- und Tourismusausschuss an einem Tag stattfinden (kurz zeitversetzt). Anmerkung: es gibt derzeit keine sachkundigen Einwohner, die zweimal tΓ€glich an diesen Sitzungen teilnehmen, weil sie nicht in zwei AusschΓΌssen gleichzeitig sind! Also wozu der Aufwand? Gibt es keine wichtigen Themen im Ort? In der Gemeindekasse klafft ein Haushaltsloch von 5 Mio Euro. Die zusΓ€tzlichen 40Β Euro sind da sicherlich nur ein kleiner Betrag, aber diese Diskussion entspricht nicht unserem Anspruch der ehrenamtlichen TΓ€tigkeit.
Zusammengefasst:
Das Sitzungsgeld bleibt, wie es ist, das Ehrenamt bleibt Ehrenamt - und derΒ Haushalt der Gemeinde wird nicht weiter belastetπΒ Die Verwaltung kann sich auf wichtigere Themen konzentrieren, da die Hauptsatzung wegen 40 Euro nicht geΓ€ndert werden muss (keine Beschlussfassung im erneuten Gremienlauf, PrΓΌfung durch die Kommunalaufsicht und ΓΆffentliche Bekanntmachung usw. entfallen).
Wir halten Euch auch weiterhin auf dem Laufenden.Β
Eure BfB- BΓΌrger fΓΌr Binz
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